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Göttingen

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Datum
16.09.2019

Altersvorsorge für Selbstständige

Die Regierung will noch in diesem Jahr eine verpflichtende Altersvorsorge für Selbstständige und Freiberufler einführen. Passende Möglichkeiten gibt es bereits.

Altersvorsorge für Selbstständige (Westend 61/GettyImages)

Damit auch Selbstständige und Freiberufler im Alter finanziell gesehen kein böses Erwachen erleben, will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sie verpflichten, für den Ruhestand vorzusorgen. Dabei sollen die Betroffenen grundsätzlich zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und "anderen geeigneten insolvenzsicheren Vorsorgearten " wählen können. Voraussetzung: Eine solche Vorsorge muss zu einer Rente oberhalb der Grundsicherung führen.

Die passenden Bausteine

So oder so ist es für jeden Selbstständigen ratsam, sich frühzeitig mit der finanziellen Absicherung für das Alter auseinanderzusetzen – am besten direkt mit dem Start in die Selbstständigkeit.

Basis-Rente

Die Basis-Rente wurde 2005 extra mit Blick auf die Zielgruppe Selbständige konzipiert. Das ist sozusagen das privatwirtschaftliche Pendant zur gesetzlichen Rente. Die Beitragshöhe legen die Sparer selbst fest und können auch entscheiden, ob sie monatlich, jährlich oder einmalig zahlen möchten. Es gibt die Basis-Rente als klassische oder fondsgebundene Variante sowie als Kombinationen (Hybridmodelle) mit und ohne Beitragsgarantien.

Die Basis-Rente leistet abhängig vom eingezahlten bzw. dem zu Rentenbeginn verfügbaren Kapital. Die Sparer profitieren später von einer lebenslangen monatliche Rente.

Die Beiträge für die Altersvorsorge, die der Basisabsicherung dient, können die Sparer als Sonderausgaben absetzen. Dazu gehören die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, für berufsständische Versorgungswerke sowie die Basis-Rente. 2019 sind 88 Prozent von maximal 24.305/48.305 Euro Beiträgen (Singles/Erwachsene) absetzbar. Der abziehbare Anteil steigt jährlich an – bis im Jahr 2025 der Maximalbetrag komplett steuerlich geltend gemacht werden kann.

Im Gegenzug wird die spätere Rente besteuert. Wer in diesem Jahr in Rente geht, muss 78 Prozent versteuern. Der Anteil steigt ebenfalls von Jahr zu Jahr bis 2040 dann 100 Prozent erreicht sind.

Tipp: Die Basis-Rente lässt sich mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) verbinden. Der Fiskus akzeptiert in diesen Fällen sowohl den Renten- als auch den BUZ-Beitrag.

Private Rentenversicherung

Neben der Basis-Rente können Selbstständige auch eine „normale“ private Rentenversicherung abschließen. Anders als bei der Basis-Rente dürfen sich die Sparer hier zwischen der lebenslangen Rente oder einer Kapitalauszahlung am Ende der Laufzeit entscheiden.

Die Beiträge zu diesen Policen lassen sich zwar nicht steuerlich absetzen. Dafür werden sie im Alter niedriger besteuert. Es schlägt nämlich nur ein vom Alter bei Renteneintritt abhängiger Ertragsanteil steuerlich zu Buche. Wer etwa mit 67 in den Ruhestand wechselt, muss lediglich 17 Prozent der Privatrente versteuern.

Auch die private Rentenversicherung gibt es in verschiedenen Varianten – passend zur jeweiligen Risikomentalität. Mehr und mehr setzen sich dabei Modelle mit „neuen Garantien“ durch.

Riester-Rente

In bestimmten Fällen können Freiberufler und Selbstständige auch eine staatlich geförderte Riester-Rente abschließen. Das gilt zum Beispiel für jene, die über die Künstlersozialkasse Pflichtbeiträge an die gesetzliche Rentenversicherung zahlen.

Mittelbar können sie darüber hinaus über ihren Ehepartner riestern. Voraussetzung: Dieser hat einen eigenen Riester-Vertrag. Um die Grundzulage von 175 Euro zu erhalten, muss der Freiberufler mindestens den Sockelbeitrag von 60 Euro im Jahr zahlen.

Die MLP Berater haben genau im Blick, welche Lösungen zur individuellen Lebensplanung passen und können mit ihrem Marktüberblick ein passendes Finanz- und Vorsorgekonzept mit ihren Kunden erstellen. Für Selbstständige besonders wichtig ist dabei, dass sie flexibel bleiben. Schließlich sind ihre Einnahmen weniger planbar als bei Angestellten.

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