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Göttingen

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Datum
08.03.2019

So klappt die Arbeit im Homeoffice

Homeoffice ist auf dem Vormarsch. Selbst die Regierung bastelt an neuen Regeln für mehr Heimarbeit. Mit unseren Tipps wird`s zu Hause auch produktiv.

So klappt die Arbeit im Homeoffice (Rawpixel / iStock)

Raus aus dem Bett, Kaffee kochen, Laptop aufklappen und los gehts. Die erste Telefonkonferenz findet am heimischen Esstisch statt, die Präsentation wird im Garten überarbeitet und die Mails nochmal beantwortet, wenn die Kinder nachmittags beim Sport sind. Das Arbeitsleben könnte so entspannt sein – im Homeoffice. Rund 40 Prozent der Deutschen würden – zumindest gelegentlich – gerne von zu Hause aus arbeiten. Doch lediglich bei zwölf Prozent klappt das aktuell. Dabei würden laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung vier von zehn Jobs auch in Heimarbeit funktionieren.

Tatsächlich stehen die Weichen inzwischen auf Umschalten. So denkt laut einer Studie des Digitalbranchenverbands Bitkom inzwischen bereits jedes dritte Unternehmen, dass das Homeoffice immer wichtiger wird. Und seit kurzem arbeitet sogar das Bundesarbeitsministerium an einem Gesetzesentwurf, der mehr Chancen bringen soll, Heimarbeit durchzusetzen.

Flexibilität contra Laissez Faire

Allerdings bringt die schöne neue Arbeitswelt auch ein paar Risiken mit sich. Wer sich den Job nach Hause holt, muss doppelt und dreifach dafür sorgen, dass sich Berufliches und Privates nicht zu sehr vermischen oder man sich irgendwann zu sehr von der Basis entfernt.

Ein paar einfache Regeln helfen, produktiv und entspannt zu bleiben:

Bevor das Homeoffice startet gilt es zu klären, dass der Datenschutz gewährleistet ist. Gibt es einen gesicherte Zugang in das Firmennetzwerk, E-Mail-Verschlüsselungen oder abschließbare Schränke für vertrauliche Dokumente. Und sind auch sonst alle technischen Voraussetzungen vorhanden, um zum Beispiel an Videokonferenzen oder Online-Schulungen teilzunehmen?

Das Konzept eben fertig machen, schnell nochmal Mails checken und kurz das Angebot prüfen. Stopp. Auch im Homeoffice gelten Arbeitszeiten und nach Feierabend ist Entspannung angesagt. Wer zu Hause sozusagen sein eigener Chef ist, muss selbst dafür sorgen, dass er pünktlich Schluss macht.

Wenn dagegen der Vorgesetzte regelmäßig „zu Hause arbeiten“ mit „ständiger Rufbereitschaft“ verwechselt, darf der Heimarbeiter ruhig seinerseits sanft die rote Karte zeigen. Auch zu Hause gibt es einen Dienstschluss.

Die Waschmaschine ist abgelaufen, der Kühlschrank müsste mal geputzt werden und eine kurze Folge der neuen Serie ist doch vielleicht auch noch drin. Zu Hause lauern viele Verlockungen, die einen schnell mal von der Arbeit abhalten können. Hier gilt es standhaft zu bleiben. Ein gutes Zeitmanagement ist daheim noch wichtiger als auf der Arbeit.

Mitarbeiter, die flexibel oder in Teilzeit arbeiten, laufen Gefahr, nicht als Leistungsträger gesehen zu werden. Dem beugen sie vor, indem sie regelmäßig Feedbackgespräche einfordern und sich nicht wegducken, nur weil sie fernab des Betriebs im Homeoffice sitzen. Werden Aufgaben oder Verantwortungen verteilt – zugreifen beziehungsweise aktiv danach fragen.

Allgemein ist für Heimarbeiter wichtig, sichtbar zu bleiben. Ein regelmäßiger Austausch mit den Kollegen ist notwendig, um am Ball zu bleiben und vernünftige Teamergebnisse zu erzielen. Wer generell zu Hause arbeitet, sollte zudem regelmäßig auch persönliche Treffen einplanen und sich ab und an die Stimmung im Hauptoffice abholen.

Wer sich dagegen immer nur mal einen Tag zwischendurch zu Hause gönnt, um Sachen konzentriert abzuarbeiten, hilft den Kollegen, wenn er vorher mitteilt, wann er dennoch erreichbar ist oder seine Mails abruft.

Arbeiten gleich mehrere Kollegen im Team flexibel mal hier mal dort, ist der Abstimmungsbedarf noch größer: Wer arbeitet wann, wer kann was wann liefern, wer braucht zu welchem Zeitpunkt welche Ergebnisse?

Je mehr Arbeitsorte im Team vorhanden sind, desto wichtiger ist es darüber hinaus, Arbeitsmaterialien und Unterlagen zentral und nach einem für alle nachvollziehbaren Schema abzulegen. Auch die eigenen Arbeitsschritte sollten für die Kollegen gut dokumentiert sein.

Ob man nun wirklich in Jogginghose und Schlabbershirt am heimischen Rechner sitzt oder für das eigene Arbeitsgefühl dann doch zumindest Jeans und Hemd braucht, muss jeder für sich rausfinden. Bei offiziellen Videomeetings jedenfalls ist es ratsam, im normalen Bürolook auf dem Bildschirm zu erscheinen.

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